Elphi, Paulus, Workshop und Freude

In diesem Jahr fiebern wir einem Ereignis ganz besonders entgegen: Am 1. Juli 2017 singen wir im Großen Saal der Elbphilharmonie! Im Rahmen der „Langen Nacht des Singens“ treten dort in allen Sälen und Foyers Laienchöre aus Hamburg und Umgebung auf. Wir loten die phänomenale Akustik des Konzertsales mit drei völlig unterschiedlichen Werken der zeitgenössischen Komponisten Michael Ostrzyga, Sven-David Sandström und Péter Tóth aus.

Ein weiteres wichtiges Ereignis liegt noch vor unserem Elphi-Auftritt. Gemeinsam mit dem dem Arbeitskreis Musik in der Jugend/Landesverband Hamburg stellen wir uns jungen Chorleitern als „Versuchskaninchen“ zur Verfügung. Im Rahmen eines Chorleitungs-Workshops vom 27.3. bis 1.4.2017 unter der Leitung von Cornelius Trantow, unser Dirigent und Professor für Chorleitung an der Hochschule für Musik und Theater, lernen die Teilnehmer Methoden der Chorleitung kennen, mit denen Chorsänger Literatur selbst besser erarbeiten und so das Werk vertieft durchdringen lernen. Die Methoden steigern nicht nur die Effizienz der Chorarbeit, sondern erhöhen auch den Spaßfaktor, wie wir aus eigener Erfahrung wissen und gerne anderen Chorleitern weitergeben. Am Samstag, den 1.4.2017 können Sie in der Friedenskirche Altona bei einem Werkstattkonzert ab 18 Uhr erste Ergebnisse dieses Workshops hören. Wir singen Werke von Palestrina, Schütz, Schein, Brahms, Becker und Zeitgenossen.

Eine Woche nach dem Auftritt in der Elbphilharmonie, am 9. Juli, können Sie uns mit einem A-Cappella-Programm an gewohntem Konzertort erleben. In der Friedenskirche (Altona) singen wir eine reiz- und klangvolle Mischung moderner Chorliteratur. Mit „modern“ ist hier tatsächlich zeitgenössisch gemeint. Das älteste Werk des Abends wurde 1997 komponiert.

In der zweiten Jahreshälfte gibt es zwei weitere Highlights, beide in der Hauptkirche St. Petri: Am 25.11.2017 singen wir dort gemeinsam mit dem Bachchor unter der Leitung von Thomas Dahl das Paulus-Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy. Und am 09.12.2017 greifen wir ab 19 Uhr unser Adventskonzert „O Freude?“ aus 2016 in leicht veränderter Fassung auf. Alle Werke dieses Programms wurden nach 1966 geschrieben, viele stammen aus diesem Jahrtausend. Vor dem Weihnachtsfest spannen sie ein weites Gefühlsspektrum von Angst und Zweifel bis zur hoffnungsvollen Freude.

Adventskonzert (2016)

Ensemble Vocal Adventskonzert2016Am 17. Dezember 2016 haben wir in der Friedenskirche Altona moderne A cappella-Musik unter dem Titel „O Freude? – Neue Chormusik zum Advent“ gesungen. Alle Werke wurden nach 1966 geschrieben, viele stammen aus diesem Jahrtausend. Vor dem Weihnachtsfest spannen sie ein weites Gefühlsspektrum von Angst und Zweifel bis zur hoffnungsvollen Freude. Dieses Programm geht daher über adventliche Terzenseligkeit weit hinaus. Cornelius Trantow erklärt die Idee des Programms: „Heute wird der Advents- und Weihnachtszeit oft ein „Heile-Welt-Anstrich“ verpasst. Wir zeigen Advent auch als eine Zeit des Fragens und der Unsicherheit. Viele stehen dem Weihnachtsfest heute skeptisch gegenüber und fragen sich in dieser Zeit, was ihnen die Geburt Jesu bedeutet.“

Die ausgewählten modernen Werke sollen dieses weite Gefühlsspektrum widerspiegeln. Alle Kompositionen des Abends, unter anderem von Arvo Pärt, Jan Sandström, Eric Whitacre und Einojuhani Rautavaara, waren nicht älter als 50 Jahre. In vier Blöcken spannten wir ein Bogen von eher zweifelnden und fragenden Klängen bis hin zur freudigen Gewissheit, wie sie im Stück „O Freude über Freude“ von Wolfram Buchenberg zu hören ist. Dabei wechselten sich Weihnachtslied-Arrangements mit komplexeren Chorstücken ab. Einen besonderen Akzent setzte die Uraufführung eines Werks des Chormitglieds Clemens Garbe. Seine Komposition „Quia non erat eis locus” – übersetzt bedeutet dies „Denn sie hatten sonst keinen Raum“ – ist den Not leidenden Flüchtlingen gewidmet.

Chorwettbewerbe (Frühjahr / Sommer 2016)

In diesem Jahr waren wir wieder einmal auf Reisen. Alle paar Jahre – zuletzt 2012 – fahren wir auf einen internationalen Chorwettbewerb. Die Beschäftigung mit einem Programm, das auf einem Wettbewerb aufgeführt werden soll, bringt uns dazu, in Tiefen der Probenarbeit einzutauchen, die wir im Alltag zwar auch stets anstreben, aber oft doch nicht ganz erreichen. Diese gründliche Durchdringung der Werke macht nicht nur Spaß, sondern kann auch unseren Qualitätsanspruch immer wieder ein Stück erhöhen.

Zudem ist es natürlich großartig, auf internationalen Festivals andere Chöre und Musiktraditionen zu erleben. Und da wir regelmäßig für einen der Preise gut sind, kommt auch das Thema „Ruhm und Ehre“ für uns nicht zu kurz.

Die Veranstaltungen, die wir für dieses Jahr ausgesucht hatten, waren der „Internationale Wettbewerb für Kammerchöre“ vom 29. April bis 2. Mai 2016 in Mosbach (Baden), bei dem wir als einer von nur sechs eingeladenen Chören ausgewählt wurden. Hier haben wir die Jury (Frieder Bernius und Marcus Creed) überzeugen können, die uns mit dem 2. Preis ausgezeichnet haben.

Unsere zweite Reise führte uns zum traditionsreichen Wettbewerb „Béla Bartók International Choir Competition“ vom 7. bis 10. Juli 2016 in Debrecen/Ungarn, auf dem ausschließlich Werke erklingen durften, die nach 1945 komponiert wurden – unsere Spezialität also! Auch hier haben wir den 2. Preis in unserer Kategorie mit nach Hause nehmen dürfen.

Wir freuen uns sehr über diese beiden Auszeichnungen!

GI_Logo_horizontal_green_sRGBFür unsere Reise nach Ungarn hat uns freundlicherweise das Goethe-Institut unterstützt. Vielen Dank dafür!

Da Pacem (2015)

Das Jahr 2015 stand für uns musikalisch im Zeichen des Friedens. Erinnernd an den 70. Jahrestag des Endes des 2. Weltkrieges haben wir ein Programm einstudiert und zur Aufführung gebracht, das sich mit der Friedensthematik befasst.

h-Moll-Messe (2014)

Zum 20. Jahrestag der Gründung des Ensemble vocal haben wir uns mit der Aufführung eines der größten Werke der Musikgeschichte beschenkt – der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach.

Mit freundlicher Genehmigung des uns exzellent begleitenden Hamburger Barockorchesters elbipolis möchten wir Ihnen einige Titel aus unserem Konzertmitschnitt präsentieren: